Schachfreunde Brackel

Das WAZ 24h Blitzturnier

Turnierausschreibung als PDF

 

24 Stunden intensives Blitzen sind um! Die letzten Stunden bis zum endgültigen Ende waren eine Plage für die meisten Spieler. Nicht selten wurden Fragen wie z.B.: „Wie lange noch?“ oder „Können wir nicht früher Schluss machen“ an die Turnierleitung gerichtet.
Doch wer sich für ein Turnier anmeldet, das 24 Stunden dauern soll, der soll auch 24 Stunden reines Blitzen bekommen, so die gnadenlose Turnierleitung. Außerdem wollte man natürlich auch den wirklichen IRON-MAN ermitteln, der 24 Stunden Blitzen durchhält!!!

Frohgemut gingen am Samstag um 15:30 alle an die Bretter, wohl wissend (oder auch nicht), was ihnen droht, wenn sie dieses Turnier beginnen…

Für Essen und Trinken war natürlich gesorgt, das Küchenteam stellte eine reichhaltige Palette an warmes Essen zur Verfügung, das sich alle 5 Stunden um eine Speise erweiterte. Nach 5 Stunden sah man vom Sitz der Turnierleitung aus noch viele glückliche Gesichter, doch das sollte sich ändern…

Ab 22:30 öffneten sich die Türen der Turnhalle um denen, die eine Tüte Schlaf benötigten, einen geeigneten ruhigen Ort zur Verfügung zu stellen. Groß genutzt wurde dieses Angebot bis zur Schließung um 9:00 nicht, jedoch waren diese, die es genutzt haben sehr dankbar dafür.

 

Ein Blick von der Turnierleitung: Die Züge werden schon etwas bedächtiger und die Gesichter sehr viel nachdenklicher. Vielleicht zweifelte der eine oder andere jetzt schon daran, ob er das Turnier durchsteht bzw. fragte sich wer oder was ihn dazu gebracht hatte hier mitzumachen.

 

3 Uhr nachts. „HALBZEIT“ ruft der Turnierleiter aus und einige gucken besorgt auf die Uhr. Aus den Blicken die danach auf die Bühne folgen liest man oft: „Wie was, jetzt das gleiche noch mal 12 Stunden?? Oh mein Gott…“.
Im Turniersaal gibt es keine Anzeichen für Tag oder Nacht, nur den schnelleren Spielern ist es gewährt zu beobachten, wie die Sonne unter- und später wieder aufgeht.
Gewollt oder nicht?, das wird ewig ein Geheimnis bleiben ;-)

7 Uhr: Der Küchenchef kehrt zurück an seinen Platz und bringt viele frische Brötchen mit.
Viele Liter Kaffee und Cola sind bis jetzt über die Theke des Küchenteams gewandert und in koffeinsüchtigen bzw. koffeinbenötigenden Körpern verschwunden. Langsam wirkt auch das nicht mehr, etwas Stärkeres muss her.

Kurze Zeit später wird ein Getränk verkauft, von dem versprochen wird, dass es Flügel verleiht, ob es jedoch auch den Geist beflügelt bleibt der Turnierleitung verschlossen, da sie keine Gelegenheit hatte, sich eines dieser heißbegehrten Getränke zu sichern.

 

Zwischen 9 und 10 Uhr gab es ein kurzes Aufbegehren bei vielen Spielern, das letzte Adrenalin wird aus dem Körper gesaugt, um noch mal Höchstleistungen zu bringen. Doch wo auch dieses versiegt ist, gehen die ersten Bitten an die Turnierleitung, doch auf das folgende Schweizer-System zu verzichten.

 

Nach einem beherzten Blick in die Runde und einem freundlichen Blick aber vielleicht doch mit etwas Schadenfreude in der Stimme wird diese Bitte abgelehnt, man möchte ja doch die angegebenen 24 Stunden erfüllen!

Das doppelrundige System ist beendet. Nun folgt das Schweizer System bis 15:30!
Die Turnierleitung bietet den Teams an sich jetzt abzumelden, da dies die Auswertung erleichtert. Tatsächlich melden sich 2 Teams ab, u.A. mit dem Kommentar: „Ich habe gerade versucht meinen eigenen Bauern zu schlagen ich denke jetzt ist es zu viel…“ ;-)

 

12 Uhr: Ein zwar müder aber doch etwas belustigter Blick geht von der Turnierleitung aus beim Anblick einiger Spieler, denen entweder während der Partie der Kopf auf die Arme fällt oder sie selber nach der Partie vom Stuhl fallen.

 

14 Uhr 30: „Die letzte Stunde läuft!“ ruft die Turnierleitung aus und ein Aufatmen geht durch den Spielsaal, gefolgt vom allgemeinen Kräftemobilisieren für die letzte Stunde.

15:05 : Die letzte Runde beginnt und einige Spieler fragen die Turnierleitung: „Passt nicht noch eine Runde dazwischen, sodass es noch 2 sind?“ Etwas verblüfft und mit weit aufgerissenen Augen wird diesen Spielern mitgeteilt, dass das Eingeben der Ergebnisse noch etwas Zeit in Anspruch nimmt und daher keine 2 Runden mehr möglich sind.

15:30 : Es ist geschafft!!! Das Turnier ist beendet und Spieler wie Organisatoren sind gerädert und haben Augenringe bis zum Boden.
Den Personen, die nach der Siegerehrung aus dem Spielsaal strömten möchte man lieber nicht im Dunkeln begegnen hörte man von einigen Leuten, die sich in der Nähe der Spielstätte aufhielten.

v.l.n.r. Christian Goldschmidt (Turnierleitung), Andrey Orlov (Iron Man) und Mikhail Zaitsev (1. Platz Team Piraten), Michael Hoffmann (3. Platz Team Dreamteam, Teamkollege Karl-Heinz Podzielny fehlt), Rafael Fridman und Michael Feygin (2. Platz Team Die Unglaublichen) und WAZ-Redaktionsleiter Christoph Meinerz

Eine beachtliche Leistung lieferten nicht nur die drei erfolgreichsten Teams. Jeder Teilnehmer konnte nach der Siegerehrung mit Stolz sagen "Ich hab es geschafft!"

 

An dieser Stelle möchten sich die Schachfreunde-Brackel ganz herzlich bei den Teilnehmern des 24h Blitzturniers für die schöne Turnieratmosphäre bedanken. Es hat wirklich Spaß gemacht diese Turnieridee mit euch umzusetzen.Ein besonders großer Dank geht an die WAZ, ohne deren vorbildliche Unterstützung die Umsetzung eines solchen Turniers nicht möglich gewesen wäre. Danke möchten wir auch all denjenigen sagen, die im Hintergrund mitgewirkt haben und uns tatkräftig unterstützt haben. Danke auch an das Immanuel-Kant-Gymnasium, das uns freundlicherweise einen idealen Austragungsort zur Verfügung stellte.

Interessenten sollten es nicht verpassen auf der Lokalseite der WAZ vorbeizuschauen. Dort finden sie auch eine Fotoreihe zum Turnier. Die Internetadresse lautet:

http://www.waz.de/dortmund

 

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